Strassenlärm allgemein

Lärmabgeltungsnorm bei Strassenlärm

Strassenverkehr verursacht am meisten Lärm

Gemäss der Publikation des Bundesamts für Umwelt BAFU "Lärmbelastung in der Schweiz, Stand 2018" sind in der Schweiz rund 1,3 Millionen Menschen übermässigen Verkehrslärmimmissionen ausgesetzt. Daran hat die Strasse einen Anteil von rund 1,1 Millionen, die Eisenbahn einen solchen von 87‘000 und die Flughäfen einen solchen von 75‘000. Der Verkehrslärm ist damit nach wie vor das grösste Lärmproblem in der Schweiz. Am Tag ist jede siebte, in der Nacht jede achte Person von übermässigem Strassenverkehrslärm betroffen. Der Strassenlärm ist in erster Linie ein Umweltproblem der Städte und Agglomerationen. Über 90 % der Personen, die von Strassenlärm betroffen sind, leben in und um grössere Zentren. Hingegen werden auch Menschen in ländlichen Gebieten durch unnötig laute Sportwagen mit Auspuffklappen und laut betriebenen Motorrädern übermässig belästigt.

Viele Kantone und Gemeinden weigern sich, wirksame Lärmschutzmassnahmen zu ergreifen

Die Zahlen sind beschämend. Und der Strassenlärm nimmt weiter zu. Obwohl seit 33 Jahren klar ist, dass die Verkehrswege zu sanieren sind, nahmen sich Bund und Kantone erst seit rund fünfzehn Jahren ernsthaft dieser Aufgabe an. Seit dem 1. April 2018 ist die zweite Frist für die Lärmsanierung der Strassen abgelaufen. Inzwischen wurden rund CHF 6 Milliarden in Lärm- und Schallschutz an Strassen investiert. Aber an der Zahl der übermässig Belärmten hat sich nur wenig geändert. Lediglich 270'000 Personen konnten bisher von einer Lärmreduktion unter die Immissionsgrenzwerte profitieren.

Lärmreduktion bei Autos wäre problemlos möglich

Als Lärmbekämpfer können wir die Ursachen der stetig wachsenden Mobilität nur schwer beeinflussen. Doch der Strassenlärm nimmt nicht nur deshalb zu, sondern auch aus 'modischen' Gründen: Grössere Autos, stärkere Motoren, breitere Reifen und aggressiveres Fahren der Lenker.

Mit modernster Technik liesse sich der Auspufflärm der Autos auf rund einen Viertel verringern. Das Antischallsystem «Active Silence» der Firma Ebersbächer in Süddeutschland arbeitet mit Gegenschall-Technologie und ist serienreif, doch die Autohersteller bauen es nicht ein. Sie investieren lieber ins Gegenteil, in Lärmmacher wie Auspuffklappen bei Sportwagen.

Mit Hilfe von lärmarmen Pneus liesse sich der Strassenlärm um bis zu 3 Dezibel verringern, was gleichbedeutend ist mit einer Halbierung des Verkehrsaufkommens. Doch der Trend zu schwereren Fahrzeugen mit breiteren Pneus geht genau in die Gegenrichtung.

Der Strassenlärm muss endlich reduziert werden!

Die Lärmliga hat klare Forderungen aufgestellt, um hin zum wirksamen Schutz der Gesundheit zu kommen. An erster Stelle gilt es den Verkehrslärm an der Quelle zu bekämpfen, dies beinhaltet folgende vier Massnahmen:

. Lärmarme Strassenbeläge
. Leise Reifen
. Geschwindigkeitsreduktion
. Lärmbewusstes Fahrverhalten

Alle Forderungen der Lärmliga Schweiz

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