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Lausanne und der Kanton Waadt gehen beim Schutz vor Strassenlärm voran: Ab 2020 führt die Stadt Lausanne während der Nacht auf dem ganzen Stadtgebiet Tempo 30 ein.

Seit Längerem fordert die Lärmliga Blitzkästen für Lärmsünder analog den Tempo-Radarfallen. Nun hören wir gute Nachrichten aus Frankreich.

FACT SHEET KANTON GENF

Zeitperiode 2012 bis 2017 | Basis Daten Bundesamt für Umwelt, Auswertung Lärmliga Schweiz

Feststellungen:

  • Genf ist als städtisch geprägter Kanton mit entsprechend viel Verkehr und hoher, "konzentrierter" Lärmbelastung einer der Spitzenreiter beim Lärmschutz. 49 Prozent der an sanierten Strassen lebenden lärmbetroffenen Personen sind geschützt und nicht mehr über IGW belastet – bei Ausgaben von bloss 969 CHF pro Person, die mindestens von einer gefühlten Halbierung des Lärms profitiert.
  • Genf erntet so die Früchte einer konsequent seit ca. 15 Jahren gefahrenen Strategie der Lärmbekämpfung an der Quelle und für den kleinen Kanton hohen Ausgaben von 162.2 Mio CHF
  • sehr hohe Kosten/Nutzen-Effizienz
  • auf’s richtige Pferd gesetzt: die Kombination von lärmarmen Belägen auf 238 km und Temporeduktionen auf 64 km erzielt die gute Schutzwirkung und die hervorragende Kosten-/Nutzen-Effizienz
  • Wesentliches Kriterium für die Wahl der lärmarmen Beläge war ihr Schallschluck-Vermögen; dabei wurden Risiken bezüglich möglicher geringerer Lebensdauer in Kauf genommen
  • Der Kanton ist bezüglich lärmarmer Beläge Pionier in der Schweiz
 

«Schein-Sanierungen»: «erleichterte» Personen = Personen ohne oder mit zu wenig Schutzwirkung in Prozent

Sanierungsmassnahmen zwar administrativ durchgeführt, jedoch ohne oder mit zu wenig Schutzwirkung für lärmbetroffene Personen im Sinne der Lärmschutzverordnung

51 %

Betroffene über Grenzwert (IGW) vor Sanierung

 

125’729

Personen

Betroffene über Grenzwert (IGW) nach Sanierung

= nicht geschützte Personen

64’004

Personen

vollständig geschützte Betroffene (unter IGW)

 

61’725

Personen

Kosten

nur externe Leistungen für Sanierungsprogramme, Lärmkatasterkosten, juristische Leistungen, ohne Kosten Behörden intern

162.2 Millionen CHF

Beiträge Bund

 

47.3 Mio. CHF

(externe) Kosten pro effektiv geschützte Person

Wert 2012 bis 2017 über Gesamtkosten aller Massnahmen inklusive Schallschutzfenster

2'628 CHF

Kosten pro Person mit Nutzen (nicht unbedingt unter IGW)

für Strassenbeläge

1'172 CHF

für Verkehrsberuhigung (Tempo)

278 CHF

für Lärmschutzwände

16’906 CHF

für Schallschutzfenster

692 CHF

Effizienz:
Kosten pro Person mit gewissem Nutzen (nicht unbedingt unter IGW)

Aufwand für Beläge, Verkehrsberuhigung, Lärmschutzwände (ohne Schallschutzfenster) / Personen mit Nutzen (nicht unbedingt vollständig geschützt bzw. unter IGW)

969 CHF