6. Forderung

a. Tiefere Lärm-Grenzwerte für Lastwagen
b. Schweren Verkehr über lange Strecken konsequent auf die – lärmsanierte – Schiene bringen

Laute Lastwagen und Busse wecken Schläfer auf und gefährden deren Gesundheit. Der Schwerverkehr trägt weit überproportional zur Lärmbelastung bei: 1 Lastwagen ist etwa so laut wie 10 durchschnittliche PW. Schwere Fahrzeuge sollen daher nicht mehr als 65 Dezibel Lärm produzieren dürfen. Dafür braucht es glaubwürdige Reduktionsziele, die über z.B. 15 Jahre etappiert werden können. Schwerverkehr über lange Strecken gehört konsequent auf die Schiene. Wir lehnen eine zweite Gotthardröhre ab.

Erläuterung:

Lärm an der Quelle vermeiden, auch bei Lastwagen
Seit 50 Jahren fordert man, Lastwagen müssten leiser werden. Ein schweres Nutzfahrzeug darf aber auch nach den neuesten EU-Richtlinien immer noch 81 Dezibel Lärm produzieren. Das ist zu viel. Die 80 Dezibel eines vorbeifahrenden Lastwagens oder (Linien-)Busses speziell zur Nachtzeit und am frühen Morgen bewirken Aufwachreaktionen auch bei Personen, die nicht in unmittelbarer Strassennähe schlafen.


Lastwagen wecken uns aus dem Schlaf auf, vor allem früh morgens
Aufwachreaktionen sind eine Gefahr für die Gesundheit von Anwohnenden; nach diversen Studien treten sie bereits ab etwa 50 Dezibel auf, am Ohr gemessen. Viele Schweizer/innen schlafen mit gekipptem Fenster, was den Schall um zirka 15 Dezibel reduzieren hilft. Lastwagen dürfen also nicht lauter sein als 65 Dezibel.


Schwere Lastwagen auf die Schiene
Zum Beispiel auf der Alpentransversale im Urnerland – aber auch auf vielen anderen Strecken in der Schweiz – sind viel zu viele Lastwagen im Fernverkehr unterwegs und belärmen die Anwohner übermässig. Deshalb sind speziell die Lastwagen im Transitverkehr auf die Bahn zu verladen. Damit der Lärm nicht einfach auf die Anwohnenden von Bahnlinien abgewälzt wird, gehört der Güterverkehr natürlich auf eine echt lärmsanierte Güterbahn. Damit sagen wir: auch die Lärmsanierungen der Bahn sind völlig ungenügend. Auch dort braucht es einen neuen Aufbruch zu einer Lärmpolitik, die sich am Schutz der Gesundheit orientiert.

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