5. Forderung

Lenker von Motorfahrzeugen glaubwürdig zur Änderung ihres Fahr- und Mobilitätsverhaltens bringen.

Lautes Fahren mit lauten Fahrzeugen ist nicht salonfähig. Es braucht Sensibilisierung: Wenn schon motorisiert unterwegs, dann leise! Zukunft «selbst fahrende Fahrzeuge»: frühzeitig Regeln aufgleisen

Erläuterung:
Die Akzeptanz tiefer Geschwindigkeiten steigt über die Zeit; unterdessen sind selbst auf Hochleistungsstrassen Temporeduktionen salonfähiger als vor 20 Jahren. Es sind jedoch immer noch erstaunliche Widerstände z.B. gegen Tempo 30 selbst in Wohnquartieren auszumachen – oft angeführt von Automobilverbänden (siehe Stadt Zürich) aus ideologischen Gründen, wider besseres Wissen (d.h. unter Missachtung der wissenschaftlichen Evidenz).


Lärm ist nicht salonfähig
Viele Fahrzeuglenkende scheinen heute noch zu meinen, ein Fahrzeug (oder sein Fahrer) sei umso besser, je lauter es fahre. Es braucht intensive Arbeit am Verhalten der Autofahrer, zum Beispiel nicht zu überhörende Sensibilisierungs-Kampagnen und Geschwindigkeitsbeschränkungen mit Lärm-Kontrollen.

Die aktuellen Lärmstudien können mithelfen, Politik und Bevölkerung zu überzeugen. Ein Vergleich mit dem Rauchen vor 20 Jahren ergibt ein ähnliches Bild. Auch dort wusste man, dass Passivrauchen schadet, aber niemand glaubte an einen Durchbruch. Heute haben wir flächendeckend rauchfreie Lokale. Die nächste Revolution muss in der Lärmbelastung passieren: wir müssen zu weitgehend lärmberuhigten Strassen kommen.

Selbst steuernde Fahrzeuge: frühzeitig Regeln einführen
Es gibt einen Regulationsbedarf für einen künftigen führerlosen Verkehr bezüglich Fahrverhalten, Tempo, Lärmemission usw. Wir fordern die Gesetzgeber auf, vorausschauend mit nötigen Regulationen voranzugehen, Rechtssicherheit zu schaffen und nicht zuzuwarten, bis die Industrie die Regeln vorweg nimmt.

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