JA zum CO2-Gesetz auch aus Sicht des Lärmschutzes

Raser

Die Lärmliga Schweiz unterstützt das CO2 Gesetz und ruft auch aus Sicht des Lärmschutzes dazu auf, die Vorlage des Bundesrates anzunehmen und das Referendum der Öl- und Autolobby zurückzuweisen. Die Lärmliga ist deshalb dem JA-Komitee zum CO2-Gesetz beigetreten.

Die Lärmliga Schweiz ist der Bevölkerungsgesundheit, dem Schutz unseres Lebensraums und also auch dem Klimaschutz verpflichtet. Sie beurteilt das CO2-Gesetz als wichtigen Schritt in die richtige Richtung, auch wenn die Schweiz noch mehr wird tun müssen, um die Klimaerwärmung genug rasch und stark zu stoppen. Das vorliegende Gesetz kann aus Lärmschutzsicht vorab im Mobilitätssektor Verbesserungen bringen. Werden Strassen und Flugplätze leiser, sinkt das Risiko der Anwohner*innen, wegen des Lärms zu erkranken oder zu sterben.

Der Strassenverkehr ist (auch) das grösste Lärmproblem im Land.

Die erhöhten Abgaben der Autohändler auf dem Durchschnitt der CO2-Emissionen der Neufahrzeuge werden den heutzutage schwer verständlichen Trend zu immer grösseren und schwereren Autos mit fossilem Antrieb bremsen und den Umstieg auf E-Autos fördern. Diese sind bis zu einer Geschwindigkeit von ca. 30 km/h kaum mehr hörbar. Voraussetzung ist, dass der Bund das ab Juli 2021 obligatorische künstliche Fahrgeräusch wirksam begrenzt. Kleinere und leichtere Autos dienen auch dem Lärmschutz, denn der ab ca. 30 km/h dominante Reifenlärm hängt vom Gewicht und von der Breite der Reifen ab – auch bei Elektroautos.

Das Fliegen wird durch eine Flugticketabgabe, den Einbezug in den CO2-Emissionshandel und eine Abgabe pro gewerbsmässigen oder privaten Abflug von grösseren Flugzeugen verteuert. Gleichzeitig werden attraktive Nachtzugverbindungen gefördert. So wird sich der Kurztrip zum Shopping in Berlin oder Paris künftig weniger mit der CO2- und Lärmschleuder Flugzeug, sondern häufiger im – selbstverständlich flüsterleise verkehrenden! – Zug abspielen.

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